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 Rudolf Tarnow (1867 - 1933) 

 

 

 

In de Schaul

(vör hunnert Johrn)

 

Ach, wo schön wier't up de Ier,

Wenn de olle Schaul nich wier!

Ümmer liehrn un ümmer sweiten,

Dusend Dingen sall ein weiten,

Hett 't hüt abend fast noch säten,

Morgen früh is't rein vergäten,

Ihrer einer dor an dacht,

Giwwt wat mit den Hasselschacht. ­

 

Heiner steiht mit kläglich Mien,

Wedder würd't nich richtig sien,

Müßt de Köster grad wat fragen,

Wat bi't Liehrn he oewerslagen..

Un he fangt nu an tau grawweln,

an tau stamern, an tau zawweln,
Un sien Fründ Korl Beggerow

Seggt em ok nich ornlich tau.

„Komm mal raus, mein lieber Sohn.
Weißt du deine Lektion?

Hab' ich dir nicht anbefohlen,

Alles gründlich nachzuholen?

Hast es wieder mal vergessen

Und erst gestern nachgesessen?

Wenn du denn nicht willst, mein Sohn,

So empfange deinen Lohn!«

 

„Gistem künn ick noch de Frag,
Oewenacht kreeg 'ck Maagwehdaag,
Ganz un ganz gewiß, Herr Köster,
Fragen S' doch mal eins mien Schwester,      
Ick hew dahn, wat Se mi säden,                     

Künn dat man so runnerbäden,

Un dat wier ök bannig swier,

­Oewer nu - nu weit 'ck nich mihr!«

 

Man de Köster glöwt dat nich,

Heiner wier wat bummelig,

Gew dat buten wat tau spälen,

Heiner würd denn nie nich fählen..

Un so is’t nu mal in't Läben, .

Is ein fuul, möt Schacht dat gäben, ­

Ja, wo schön wier't up de Ier.

Wenn kein Schaul, kein Schacht nich wier!

 

 

        (leicht veränderte Fassung)         

För alle Schoolkinner väl Erfolg in't niege Schooljohr!

 

torüch